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05.08.2022 13:03:53 marci43 hat ein Thema kommentiert Mein Chef macht mich irre: Nun für mich ist die Berufswelt einfach sehr banal und das was ich da mache nehme ich immer weniger ernst, was paradoxerweise meine Arbeitsmoral beflügelt und zu mehr Effizienz führt. Privat lasse ich mich gerade auf neue Weltsichten ein, wie Engelszahlen. Gestern zog ich die Engelszahl 1111 und das passt genau zu meiner aktuellen Einstellung zum Leben.
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05.08.2022 13:00:58 marci43 hat ein Thema kommentiert Reifenproblem: Ich habe mir gerade ein Elektro Quad für Erwachsene mit Straßenzulassung gekauft. Dabei habe ich stets einen Ersatzreifen dabei, sodass mir egal wo ich auch sein mag, ein platter Reifen, nichts ausmacht. Wie immer im Leben ist es ratsam etwas vorausschauend zu handeln.
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05.08.2022 12:56:52 marci43 hat ein Thema kommentiert Stress macht krank: Nun, wir alle haben wohl herausfordernde Leben und es geht stets auch darum entspannten Ausgleich hinzubekommen. Ich habe für mich in meiner Freizeit das Herstellen von Pizza mit einem Pizzaofen entdeckt. Mit dem Kauf von diesem Pizzastein aus Schamot ist es nun perfekt und meine Freunde konnte ich nun schon vermehrt damit begeistern.  
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05.08.2022 08:05:35 marci43 hat ein Thema kommentiert Schöne Damenuhr und Perlenohrringe jetzt zu gewinnen!: Nun, nur wer gut haushaltet kann auch regelmäßig teuren Schmuck unabhängig von Gewinnspielen wie diesem einkaufen. Wer etwas Geld angespart hat ist aber nicht automatisch auf der Siegerspur, unabhängige Finanzberater helfen dabei, dass aus viel noch mehr wird und nicht weniger.  
 
12.08.2014 12:48:08 neuer Ratgeber Antwort Wie lange soll/kann man stillen?: Lesen Sie dazu am besten den ausführlichen Artikel
 
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08.02.2011  |  Kommentare: 0

Großer Beginn, lächerliches Ende

Großer Beginn, lächerliches Ende
„Der Meister und Margarita“ im Grazer Schauspielhaus in der Regie von Viktor Bodo nach dem gleichnamigen Roman von Michail Bulgakow.

Im Foyer herrscht eine Menschendichte, die bereits auf die Figuren- und Themendichte des Theaterstücks vorausweist. Die Vorlage bzw. der Roman enthält eng verflochten einen Liebes-, Künstler-, Politik- und Zauberstrang. Auch die erste Szene des Zusammentreffens des ausländischen Magiers Woland mit zwei einheimischen Moskowitern verweist auf einen Theaterabend von glänzend geführten Dialogen. Besonders der Disput, ob Jesus tatsächlich gelebt hat oder nur eine von der Phantasie des jüdischen Volkes geschaffene Figur ist, führt zur Kunstpolitik: Wer ist gefährlicher, der Schwerverbrecher oder der Geschichtenerzähler?

Die zweite, nun in Jerusalem spielende Szene aber wirkt mit der Begnadigung des Verbrechers Barnabas durch den Konsul Pontius Pilatus weniger originell. Bald verschwindet die Hauptfigur des Magiers aus dem Spiel, um in seiner Bedeutung von der Figur des Schriftstellers übernommen zu werden. Die Figur des Meisters spaltet sich gleichsam auf in Woland und den Schriftsteller M., dessen Mütze vom symbolischen Buchstaben M geziert wird. Allmählich werden die wortreichen Dialoge gänzlich überspült – und von Andeutungen, die in beeindruckenden Bühnenbildern und outriertem Spiel der Darsteller, aber beinahe ohne Worte vonstatten gehen. Das funktioniert sehr gut, wenn neun Literaturkritiker sich über das Manuskript des Schriftstellers zerfransen. Diese Szene passt ebenso gut auf die diktatorische Kunstkritik zu Zeiten Stalins, als auch – freilich in einem demokratischen Rahmen – auf das Klagenfurter Wettlesen beim Bachmann-Preis in Klagenfurt. Hier ist also genug Vorwissen vorhanden, um die Szene genüsslich konsumieren zu können. Anders jedoch bei der Szene in der Schule, die mit ihrer Wortlosigkeit und ihren skurrilen „Sketches“ beim Publikum eher fragende Gesichter hervorruft.

Spätestens nach der Pause wird die Bühne selbst zum Protagonisten. Die Drehbühne befindet sich beinahe im Dauerkreisen, um die simultanen Ereignisse und die vielen Ortswechsel darzustellen. Von den ca. sechs Einzelsegmenten der Drehbühne wirkt jenes mit dem weißen, breit angelegten und antikisierenden Treppenportal am suggestivsten. Besonders als sich nur fünf Figuren darauf befinden, drei auf ihren Positionen verharrend und die restlichen zwei langsam, aber nicht schleichend in die Gegenrichtung zur Drehrichtung gehend.

Sehr gelungen ist auch die Szene mit dem Schattenspiel, in dem die Nachwirkungen des Stalinismus im Wechsel zwischen riesenhaft großen oder kleinen, an der Leinwand gleichsam klebenden oder sehr fernen Schattenbildern bzw. Schattenfiguren angedeutet werden. Die Psychiatrie war unter Stalin sicher sehr unmenschlich und entmenschlichend, hier auf der Bühne wird sie zu einem Zufluchtsort, der beinahe schon an eine Idylle grenzt, in der es sich herrlich über Lyrik schimpfen lässt. An dieser Stelle tritt Margarita als Geliebte des Schriftstellers auf den Plan, um ihm beim Schreiben zu helfen. Trotz ihrer gegen Ende hin zunehmenden Anwesenheit auf der Bühne bleibt sie gegenüber dem Meister eher blass.

Mit dem Verschwinden der Wörter aus der Aufführung nimmt eine pantomimische und slapstick-artige Spielweise überhand, die eben auch billige und verbrauchte Szenen mit hinein mischt. Die Pointen, allen voran eine Domina auf einem urkomischen, weil so wirklichkeitsgetreu dargestellten Plüschhund reitend, bringen immer wieder Lacher im Publikum. Gegen Schluss geht eine pyrotechnische Batterie mit Bühnennebel, Stroboskop-Blitzlichtern und Bengalfeuer-Imitationen los, sodass man begreift, weshalb in der Pause ein Polizist in das Beaufsichtigungszimmer des Schauspielhauses im zweiten Stock geschlüpft ist.

Von den Akteuren hat Franz Solar als Woland zu Beginn große Momente, Jan Thümer als Schriftsteller M spielt sehr gelenkig und lässt beim Unterhosen-Anziehen schon mal seinen mittelgroßen Penis in Natura aufblitzen. Überhaupt wird Unterhosen in diesem Stück eine große Bedeutung gegeben. Bei den Frauen glänzt nicht so sehr Magarita alias Birgit Stöger als vielmehr Kata Petö als gewitzt tollpatschige Telegrammbotin, Steffi Krautz als monsterbusige Hausherrin und die quirlige, ausdrucksstarke Sophie Hottinger. Ein großer Theaterabend, der nur etwas zu stark philosophische Worte durch leicht verstaubten Spielwitz verdrängt (u. a. wegen des Zusammenspiels von Grazer Ensemble mit dem ungarischen Ensemble Szutnyik? )

Walter Hoch

Fotos: Peter Manninger


 

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